Expeditionen nehmen einen
zunehmenden Stellenwert in
meiner Arbeit ein. Die Neugier
auf das Unbekannte zieht mich
mittlerweile nahezu jährlich
mit meiner Kamera auf eine
große Expedition weltweit.
Obwohl mich dabei am meisten
die Exotik von Land und Leuten
wie auch die Pflanzen- und
vor allem Tierwelt reizen,
haben diese Unternehmungen
meist einen sportlichen Hintergrund.
In Zukunft werde ich mich
wohl auch vermehrt ethnologischen
Themen zuwenden.
Jenseits aller in unserer
Gesellschaft gültigen
Normen braucht man viel Einfühlungsvermögen.
Oft sind Hände, Füße
und die Gesichtsmimik das
einzig mögliche Mittel,
um mit fremden Menschen kommunizieren
zu können. Beim Umgang
mit wilden Tieren fällt
sogar diese Möglichkeit
weg.
Das größte Geschenk,
das man von Mensch und Tier
bekommen kann ist Vertrauen.
Und das schlägt sich
dann in den Bildern nieder,
die man nach Hause, zurück
in unsere Welt, mitbringt.
Die Videoproduktion in entlegenen
Gebieten stellt Expeditionsfilmer
immer wieder vor scheinbar
unlösbare Probleme: Wo
bekommt man abseits der Zivilisation
elektrischen Strom her, wie
schützt man sich und
das Equipment am besten vor
extremen (Witterungs-) Verhältnissen?
Viele Expeditionen haben
aus nachvollziehbaren Gründen
(wie z.B. Kostenersparnis,
geringes Platzangebot) nur
sehr eingeschränkte Produktionsmöglichkeiten.
Hier kommt mir die Kompaktheit
meiner Ausrüstung zugute.
Durch den sinnvollen Einsatz
meines Equipments kann ich
flexibel und kostengünstig
als "Ein-Mann-Team"
produzieren und dabei alle
redaktionellen Arbeiten abdecken.
Im Laufe der vergangenen
Jahre konnte ich bei zahlreichen
Expeditionen unschätzbare
Erfahrungswerte im praktischen
Einsatz sammeln. Ob bei über
+40°C in der Sahara, bei
weniger als -40°C in der
Arktis oder in mehr als 10.000
Meter Höhe im Heißluftballon:
Für neu auftretende Probleme
habe ich, wenn nicht schon
vor Ort durch Improvisation,
spätestens bei der folgenden
Produktion eine passende Lösung
parat.